Pressemitteilung: Generación Trashumante in Trujillo

Pressemitteilung: Generación Trashumante in Trujillo

Publicado el23/05/2026
Pressemitteilung: Generación Trashumante in Trujillo

Eine Hirtenfamilie, 1.700 Schafe und 40 Tage Transhumanz – ein Dokumentarfilm über die Zukunft der extensiven Weidewirtschaft

·       Der in Trujillo vorgestellte Dokumentarfilm „Generación trashumante“ begleitet eine der letzten transhumanten Hirtenfamilien Spaniens auf ihrem Weg zwischen Extremadura und León

·       Der Film ist Teil des Projekts Caminos Trashumantes und steht im Zusammenhang mit dem von den Vereinten Nationen ausgerufenen Internationalen Jahr der Weidelandschaften und Hirten 2026

·       Thematisiert werden die Bedeutung des Pastoralismus, der Viehtriebsweges sowie der Generationswechsel im ländlichen Raum

Trujillo, Montag, 18. Mai 2026 – In Trujillo wurde der Dokumentarfilm „Generación trashumante“ vorgestellt. Der Film begleitet eine der letzten transhumanten Hirtenfamilien Spaniens, die noch heute gemeinsam mit ihrer Herde zu Fuß durchs Land zieht.

Im Mittelpunkt stehen José Manuel und seine Familie, die mit ihren 1.700 Schafen entlang einer historischen Route zwischen Extremadura und den Bergen von León unterwegs sind. Die Route wird seit mehr als fünf Jahrhunderten genutzt und steht exemplarisch für eine Lebensweise, die eng mit Landschaft, nachhaltiger Weidenutzung und der Weitergabe traditioneller Kenntnisse verbunden ist – und deren Zukunft heute zunehmend unsicher erscheint.

Regie führte Raúl González, produziert wurde der Film von Basic Films. Mit dabei ist außerdem die Sängerin María José Llergo, die sich der Reise anschließt und damit Teil eines Projekts wird, das Musik, Erinnerung, Landschaft, Nachhaltigkeit und ländliche Kultur miteinander verbindet.

Die Präsentation fand im Rahmen des Internationalen Jahres der Weidelandschaften und Hirten 2026 statt, das von den Vereinten Nationen initiiert wurde. Die Initiative hebt die Bedeutung pastoraler Lebensweisen für Biodiversität, Ernährungssicherheit, Landschaftspflege und die Zukunft ländlicher Räume hervor.

Extensive Weidewirtschaft, Landschaftspflege und Generationenwechsel

„Generación trashumante“ zeigt eine Lebensform, die auf nachhaltiger Nutzung natürlicher Weideflächen, dem Erhalt von Kulturlandschaften und der Weitergabe eines traditionellen Berufs basiert – eines Berufs, dessen Fortbestand heute vielerorts gefährdet ist.

Jedes Jahr brechen José Manuel und seine Familie zu ihrer traditionellen Wanderung zwischen Extremadura und León auf. Ausgehend von dieser Reise greift der Film zentrale Fragen auf, die für Landwirtschaft und ländliche Regionen von wachsender Bedeutung sind: den fehlenden Nachwuchs in der Weidewirtschaft, die Zukunft extensiver Tierhaltung, den Schutz der Viehtriebswege und den Erhalt offener Landschaften.

In Huertas de Ánimas bei Trujillo bereiten Carmen, José Manuel und ihre Kinder den neuen Aufbruch entlang der Cañada Real Leonesa Occidental vor. Begleitet werden sie von Angehörigen, anderen Hirten sowie zwei Personen, die dem Weg zusätzliche Perspektiven verleihen: der Sängerin María José Llergo und Maxi, einem Hirten deutscher Herkunft, der eng mit dieser Lebensweise verbunden ist.

Während der Wanderung bestimmt die Herde den Rhythmus des Tages. Der Film macht deutlich, wie unmittelbar die Transhumanz noch immer mit Territorium, Jahreszeiten und Landschaft verbunden ist. Gleichzeitig zeigt er die körperliche Belastung dieser Tradition – ebenso wie ihren ökologischen, wirtschaftlichen, kulturellen und menschlichen Wert.

Viehtriebswege als lebendige Infrastruktur des ländlichen Raums

Die UNESCO erklärte die Transhumanz 2023 zum Immateriellen Kulturerbe der Menschheit. In Spanien ist sie Teil eines historischen Netzes von mehr als 125.000 Kilometern Viehtriebswegen, die über Jahrhunderte hinweg Regionen, Weideflächen, Dörfer und ländliche Wirtschaftsräume miteinander verbunden haben.

Der Dokumentarfilm zeigt dieses Netz als lebendige Infrastruktur des ländlichen Raums, die bis heute von konkreten Menschen, Familien und Herden getragen wird. Zugleich wirft er Fragen auf, die für die Zukunft des Sektors entscheidend sind: Wer wird diese Wege erhalten? Wie können Weideflächen geschützt werden? Welche Rolle spielt extensive Tierhaltung künftig bei der Landschaftspflege? Und wie lässt sich der Generationenwechsel in ländlichen Regionen sichern?

Drehbuchautor Jaime Pire beschreibt den Film als „eine unmittelbare Annäherung an Menschen, die mit ihrer Arbeit eine Verbindung zwischen Lebensmittelproduktion, Biodiversität, Kultur, Landschaft und Erinnerung bewahren“.

Caminos Trashumantes

„Generación trashumante“ ist Teil des Projekts Caminos Trashumantes, einer Initiative zur kulturellen und sozialen Wiederbelebung der Viehtriebswege und der transhumanten Kultur als Bestandteil des ländlichen Erbes Spaniens.

Getragen wird das Projekt von der Fundación Monte Mediterráneo, Cesefor, der Gemeinde Checa, Wild Watching Spain und der Agentur COW. Unterstützt wird es vom spanischen Ministerium für Industrie und Tourismus im Rahmen des Programms Experiencias Turismo España. Die Finanzierung erfolgt über Mittel des europäischen Aufbauprogramms Next Generation EU.

Inzwischen umfasst das Netzwerk mehr als 370 Akteure aus dem ländlichen Raum und erreicht über 400 Gemeinden in zehn autonomen Regionen Spaniens – insbesondere Gebiete, die von Entvölkerung betroffen sind. Die aktivierten transhumanten Wege sind Teil des mehr als 125.000 Kilometer umfassenden Netzes historischer Viehtriebswege, das den ländlichen Raum Spaniens bis heute prägt.

PRESSEKONTAKT

Óscar Delgado

Tel.: +34 960 074 457 / +34 629 818 287

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