Es war einmal ein Tag in der
Grundschule “Ruta de la Plata”, an dem
ein ganz normaler Schulfreitag (6. Juni 2025) zu einem magischen Tag wurde, als
wir das Blöken der kleinen Saky hörten, die ihre Ankunft ankündigte: sie hatte
beschlossen, in der Grundschule von Santa Olalla del Cala, Provinz Huelva, ihr
Leben als Wanderschaf mitzuteilen.
Von der zweiten Klasse der Vorschule bis zur 5.
Klasse der Grundschule erwarteten die interessierten Jungen und Mädchen mit
grossen Augen, was Isabel Ferrer ihnen zeigen, mitteilen oder erzählen würde.
Das Ambiente wurde in eine ländliche Umgebung
verwandelt, um mit dem Erzählen der Geschichte zu beginnen. Saky wurde zum
Mittelpunkt der Aufmerksamkeit und die Kleinen konnten ihre Aufregung nicht
zurückhalten. Das Gleiche geschah mit den Älteren (von der 3. bis zur 5. Grundschulklasse),
die sich ebenfalls an den Anekdoten der Marionettenfigur erfreuten, die alles
andere als ein Freund von Saky zu sein schien, sondern eher ein wenig fragend
war und hinterfragte, was das kleine Schaf uns erzählte; aber das war nur ein
Scherz, sie standen sich sehr nahe und man konnte sehen, dass sie sich liebten.
Als die Geschichte beendet war, standen alle
auf und gingen in ihre Klassenräume, wo der zweite Teil beginnen sollte: ein
Workshop, in dem ein Teil der Schüler:Innen die das Glück hatten, echte Wolle
verwenden zu können, Schafe bastelte, und andere, Dorfhäuser, an denen Saky später
vorbeikommen sollte. Im sensorischen Teil, in dem sie die Wolle riechen und
anfassen konnten, genossen einige die Textur und hielten die Wolle neugierig an
ihre Nase, während andere dies als Strafe betrachteten, weil ihnen, wie sie uns
mitteilten, von dem „Gestank“ schlecht wurde... „Fräulein, das riecht ja
furchtbar“. Wie man so schön sagt: Jedem das Seine; und in diesem Fall, was die
Gerüche betrifft, kann jeder seine eigenen Optionen wählen...". Es lässt
sich nicht leugnen, dass sie direkt an ein altes Wissen anknüpfen.
Im letzten Teil, begleitet von Perkussion,
feierten wir die Transhumanz durch die “Dörfer”, in denen Saky, das Schaf,
unterwegs war: Alle Schüler:Innen schlossen sich mit ihren Schafen der Herde
an, die sich nach und nach bildete.
Zwischen Geschichten und Wolle hatten sie die
Gelegenheit, mit ihrer Fantasie durch Cañadas Reales, Cordeles und Pfade zu
reisen und Schäfer und Schafe auf ihrer Reise zu begleiten. Sie erfuhren auch,
was Wanderschäferei ist und warum es so wichtig ist, diese uralte Praxis, die
das Land, die Tiere und die Menschen prägt, am Leben zu erhalten.
Diese Aktivität ist Teil
des Projekts „Caminos Trashumantes - Nachhaltiger Tourismus“, das darauf
abzielt, Wert und Kultur der Transhumjanz von klein auf zu vermitteln und zu
fördern, und zwar durch erlebnisorientierte und, wie in diesem Fall,
pädagogische Konzepte.
Wir möchten der Grundschule
“Ruta de la Plata” herzlich für ihre Zusammenarbeit und ihre Bereitschaft
danken, ihre Türen zu öffnen und uns zu erlauben, diese wichtige Aktivität in
ihren Klassenzimmern durchzuführen. Und natürlich der Autorin der Geschichte,
Isabel Ferrer, die es sich nicht nehmen ließ, von Teruel nach Santa Olalla del
Cala zu kommen, um die Aktivität mit der gleichen Begeisterung zu erleben, die
sie auf uns alle übertragen hat.
Wir werden weiterhin die
notwendigen Wege beschreiten, um die Bedeutung der Förderung der Transhumanz
und ihrer Kultur zu verbreiten und sie den neuen Generationen mit Aktionen
näher zu bringen, die Wissen, Respekt und Erinnerung säen...
