Die Station auf der Dehesa San Francisco

Die Station auf der Dehesa San Francisco

Die Station Dehesa San Francisco ist Teil des Netzwerkes zur Identifizierung von Meteoren “Red de Detección de Bólidos y Meteoros” der “Sociedad Malagueña de Astronomía” im Rahmen eines Zusammenarbeitsabkommens zwischen den insgesamt drei Institutionen, der Fundación Monte Mediterráneo und der Consejería de Medio Ambiente y Ordenación del Territorio de la Junta de Andalucía [Andalusisches Umweltministerium]

Die Station besteht aus einem Messgerät für die Hintergrundshimmelhelligkeit und einer Kamera, die mit einem Fischauge ausgestattet ist, womit fast die gesamte Himmelssphäre oberhalb des Horiontes erfasst werden kann.

All Sky Kamera

Diese Kamera macht alle 5 Minuten Aufnahmen mit langer Belichtungszeit und schaltet zwischen den Aufnahmen jeweils in den Überwachungsmodus, um mögliche Eintritte von Meteoren (Sternschnuppen) in die Atmosphäre zu identifizieren. Wenn diese Meteore die Lichtintensität des Planeten Venus erreichen, nennt man sie Bolide und wenn sie die Lichtintensität des Vollmondes übertreffen, nennt man sie „fireballs“. Erst, wenn sie auf den Erdboden fallen, nennt man sie Meteoriten.

 

 

Bei jeder Aufnahme werden in der oberen linken Ecke folgende Daten aufgedruckt:

1) Datum und Uhrzeit des Beginns der Aufnahme (UTC-Zeit). Um die Ortszeit die erhalten, muss man im Winter eine Stunde dazuzählen und im Sommer zwei. (Zumindest, solange es die Winter- bzw. Sommerzeit gibt.)

2) Prozent der erleuchteten Fläche des Mondes. 100% bedeutet Vollmond.

3) Zenitaldistanz des Mondes in Grad. 0 würde bedeuten, dass der Mond exakt im Zenit steht, also in der Vertikalen. Entfernungen über 90 würden bedeuten, dass der Mond nicht sichtbar ist, da er sich unterhalb des Horizontes befindet.

4) Prozent der sichtbar strahlenden Sterne. Diese Angaben geben uns eine Idee über den Zustand des Himmels. Ein klarer Himmel oder nur sehr schwacher Bewölkung sollte es sic han 100% annähern.

5) Prozent der schwer sichtbar strahlenden Sterne. Diese Angabe gibt Aufschluss darüber, dass eine hohe, schwache Bewölkung oder hohe Feuchtigkeit vorhanden sind. Obwohl beides kein Hindernis zum Erkennen der strahlenden Sterne ist, so erschwert es jedoch die Sicht der schwach strahlenden Sterne.

 

Bei den Aufnahmen ist der Norden im oberen teil, der Westen rechts in Richtung des, in der Nähe befindlichen Blitzableiters.

In klaren Nächten ohne Mondschein macht die Kamera spektakuläre Aufnahmen. Dann kann man ganz besonders gut die Milchstrasse erkennen, die sich vom unteren, linken Bildrand zum rechten oberen Bildrand erstreckt vorbei an den Konstellationen Kleiner Hund, Gemini, Auriga, Perseus, Kassiopeia, Lacerta und Schwan. Im unteren linken Feld des Bildes erkennt man die Orion Konstellation, deren drei zentrale Sterne eine imaginäre Linie bilden, die auf den Sirius zeigt; es ist der am stärksten strahlende aller Sterne und zeigt sich hier nahe am Horizont.

In bewölkten Nächten oder sehr hellem Mondlicht oder, wenn beides gleichzeitig auftritt, sind die Aufnahmen wesentlich schlechter als die vorliegende – aber das ist eben so! Die Astronomie ist bedingt von der Meteorologie. Es kann auch passieren, dass man wegen starken Regens oder starker Taubildung gar keiene Sterne erkennen kann.

 

MESSUNGEN DER HELLIGKEIT DES HIMMELSHINTERGRUND

Die Station ist mit einem Sky Quality Metter (SQM) ausgestattet, welcher die Helligkeit des Himmelshintergrundes während der Nacht kontinuierlich in Grössen von 1 arcsec zum Quadrat. Höhere Werte weisen auf einen dunkleren Himmel hin und sind von höherer Qualität sowohl für die Astronomie als auch für die Umwelt, da sie weder die Gewohneheiten der Tiere und Pflanzen, noch die menschliche Gesundheit beeinträchtigen.

Hier ein Beispiel von einer der Graphiken, die die SQM gemacht hat:

    

 

Hier wird angezeigt, wenn die Sonne untergeht, also gegen 19:00 Uhr, und der Himmel schnell an Glanz verliert. Der schattierte Bereich zeigt an, dass der Mond sich zu diesen Zeitpunkt über dem Horiznot befand. Gegen Mitternacht erreicht man eine Magnitude von fast 22, was darauf hinweist, dass der Himmel über der Dehesa San Francisco einer der besten Spaniens ist. Es kommt nur sehr selten vor, dass ein Ort eine Magnitude von 21,5 überschreitet. In Städten und stark besiedelten Orten wird aufgrund der Lichtverschmutzung durch Strassenbeleuchtung und Privathaushalte kaum die Magnitude 18 erreicht. Die gelegentlichen Sprünge in der Graphik zeigen vorbeiziehende Wolken an.

Mit den Daten, die die SQM aufzeichnet und denjenigen der Kamera, ergibt sich die Möglichkeit die Entwicklung der Himmelsqualität in diesen Gebit langfristig zu untersuchen.

 

INTERESSANTE PHÄNOMENE, DIE DIE STATION AUFZEICHNET

In der Nacht vom 27. auf den 28. September 2015 fand eine totale Mondfinsternis statt. Zu jener Zeit war auf der Station eine andere Kamera installiert. Das unten stehende Video zeigt die Entstehung der Mondfinsternis. Zu Beginn, erleuchtet der Mond den Himmel so stark, dass man kaum Sterne erkennen kann und es vedunkelt eine ganze Säule. Aber in dem Masse wie sich die totale Mondfinsternis nähert, verringert sich diese Säule und mehr und mehr Sterne werden sichtbar. Während dieser Phase erscheint der Himmel so, als ob es kein Vollmond wäre. Beim Austreten aus dem Erdschatten passiert genau das Gegenteil: der Himmel ist hell erleuchtet und die meisten schwach erleuchteten Sterne verschwinden.

 

 

Das SQM registrierte diez Entwicklung des Himmelhintergrundes in der untenstehenden Graphik.

Achten Sie darauf, wie der Himmel immer dunkler wird von 2:00 Uhr nachts an bis die Totalität erreicht wird und die Magnitude von 21,6 von mondlosen Nächten erreicht wird. Bis zur Dämmerungsphase verbleibt es so.

 

METEORE und BOLIDEN

Die All Sky Kamera wird von einem Raspberry Pi 3 gesteuert, dessen Programme den Eintritt von Meteoren, Boliden und Fireballs entdecken, wie das untere Bild vom 6. November 2015 zeigt.

 

 

Die späktakulärsten udninteressantesten Phänomene, die von der Red de Seguimiento de Bólidos y Meteoros aufgezeichnet werden, sind normalerweise Gegenstand von Veröffentlichungen.


http://meteoros.astromalaga.es


 

LETZTES BILD VON UNSERER ASTRONOMISCHEN STATION
Es wird automatisch alle 5 Minuten aktualisiert

 



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