Geierschutzprojekt

Geierschutzprojekt

In den Zeiten, als noch Herden großer Huftiere durch Europa zogen und auch Prädatoren, wie Wölfe und Bären weit verbreitet waren, war Aas in der Landschaft häufig zu finden. Viele Tiere haben sich auf die Ernährung durch Aas spezialisiert. Sie verwerteten tote Tiere bis auf den letzten Knochen und sorgten so dafür, dass Krankheiten und Seuchen sich nicht so leicht ausbreiten konnten. Zu diesen auf Aas spezialisierten Arten gehören zum Beispiel die Geier.

Heutzutage haben es die Geier aufgrund ihrer Spezialisierung auf tote Tiere schwer, genügend Nahrung zu finden. Tote Weidetiere müssen normalerweise „fachgerecht“ entsorgt werden. Hinzu kommt, dass vielerorts Geier vergiftet oder erschossen werden.

Um den Geiern zu helfen, haben wir einen  offiziell genehmigten  Geierfutterplatz auf unserer Dehesa angelegt. Hier wird regelmäßig Aas abgelegt, um den Tieren eine Nahrungsgrundlage zu bieten.

Die beiden in der Region lebenden imposanten Geierarten Gänsegeier und Mönchsgeier haben schnell herausgefunden, dass hier regelmäßig Futter liegt und kommen manchmal in sehr großer Zahl.

So waren schon mehrere hundert Gänsegeier und über ein Dutzend der seltenen Mönchsgeier gleichzeitig zu Gast. Daneben nutzen auch die überwinternden Rotmilane, Steinadler und eine große Anzahl  an Kolkraben die wichtige Futterquelle.

Um unsere Nutztiere müssen wir uns übrigens keine Sorgen machen. Unsere Geierarten sind ausschließlich auf Aas spezialisiert. Unsere Schafe scheinen dies zu wissen und nehmen es gelassen – man kann sie oft gemütlich ruhend unter Hunderten kreisenden Geiern beobachten.



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